Liebe auf den ersten Heuler

In der Kronenzeitung habe ich einen wunderbaren Artikel über den Vorfahre unsere Hunde gefunden.

Spannung, Angst und dann erlösende Freudentränen! Drei Berliner Wolfbabys fanden im Rudel des Tiroler wolfbabys.jpg Alpenzoos eine Familie…
Ein tragisches Ereignis vor zwei Jahren war der Auslöser für ein weltweit einzigartiges Wolfsprojekt im Innsbrucker Alpenzoo: der Tod der Wölfin Shiva.
Der Fortbestand des Rudels war in Gefahr. Zoodirektor Michael Martys und die Luxemburger Wolfsexpertin Pascale Jüch holten deshalb vor neun Wochen drei Wolfbabys aus

dem Berliner Wildpark Schorfheide.

Das Vorhaben:

Die drei Welpen sollten mit den zwei 8-jährigen Rüden Tristan und Jaskov zusammen geführt werden. “So ein Projekt hat noch niemand gewagt. ich hoffe, dass diese Geschichte ein Happy-End haben wird”, hoffte Pascale. In den ersten zwei Wochen liess die Ziehmama Pascale ihre Welpen kaum aus den Augen.

Die “Familie” schlief in einem kleinen Zimmer im Alpenzoo. Alle drei Stunden mussten die Babys gefüttert werden. “An durchschlafen ist nicht zu denken”, erzählte Pascale damals.

Der nächste Umzug war Anfang Juni. Das alte Gamsgehege bot den Welpen sieben Wochen lang Unterschlupf.
“Es ist sehr stressig. Die Welpen waren eine zeitlang sehr verängstigt und lärmempfindlich” so Pascale kurz nach dem Umsiedeln.
Wiegen, spielen und füttern standen auf der Tagesordnung. “Meine Babys entwickeln sich super. Der Stress hat sich gelegt. Sie werden neugieriger und sind auch nicht mehr lärmempfindlich”, berichtete die Wolfsmama ganz stolz.

Gestern wurde es dann ernst! Eine knisternde Spannung war im Alpenzoo zu spüren. Auch die Welpen merkten dass dieser Tag ihr Leben verändern wird.
Voller Übermut begrüssten die Kleinen ihre Ziehmama und heulten im Chor. “Hoffentlich wird alles gut gehen”, war Pascale besorgt. Ein letztes mal ging sie in das kleine Gehege. Für zehn Minuten setzte sich Pascale nocheinmal in aller Ruhe zu “ihren Babys” und spielt mit ihnen. Ein herzlicher und rührender Abschied.

Angst in den Augen…

Um 8.30 Uhr wurden die letzten Vorbereitungen getroffen. Pascale hievte die Welpen in eine Kiste - Angst war in den Augen der Kleinen zu sehen.
Pascale schickte die Zuschauer weg: “Die Wölfe brauchen jetzt Ruhe”. Ganz vorsichtig wurden die Welpen zum Gehege der zwei Rüden transportiert. Vorerst blieb die schwere Metalltüre zum Revier der zwei mächtigen Rüden Tristan und Jaskov versperrt.

Pascale liess ihre Zöglinge aus der Kiste heraus und rief die Rüden herbei. Mit stolz erhobenem haupt kam Tristan angerannt. Rovan traute sich als Erster zum Gehege hin. Tristan kam ganz nahe an den Zaun und beschnüffelte seinen zukünftigen “Ziehsohn”.

Der erste Kontakt war hergestellt.
Nacheinander näherten sich auch Rabea und Rakscha. “Es schaut gut aus” gab Zoodirektor Martys über Funk durch. “Wir öffnen jetzt die Tür”, sagte er weiter. Der Puls aller Beteiligten schnellte in die Höhe. Neugierig stolperten die Kleinen hinein - Rovan ging voraus. Tristan und Jaskov beschnupperte sie von allen Seiten.

Pascale hielt den Atem an! Und dann das erste gute Zeichen: Der Rudelführer Tristan schleckte die Welpen ab und führte sie im Gänsemarsch durch sein Revier.
Freudentränen kullerten über die Wange der Ziehmama “Das war einer der schönsten Momente in meinem Leben! Mir ist ein grosser Stein vom Herzen gefallen”, sagte sie erleichtert. “Ich werde das Rudel jetzt noch beobachten. Aber meine Arbeit hier ist getan”, atmete Pascale auf.
Quelle: kronenzeitung.at

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Datum: Freitag, 17. August 2007 8:14
Themengebiet: Wolfbabys Trackback: Trackback-URL
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